8. Oktober 2009
Ich hatte einmal Träume
Ich wäre nie das hier geworden. Ich glaubte an den Wind und die Bäume und an die Indianer, an das, was sie gewesen sind, bevor man sie wegfegte und mit ihnen den Wind und die Bäume. Und ich glaubte, dass mir die Indianer etwas zu sagen haben und dass ich ihr Leben weiterleben muss. Dann haben sie mir meine Träume weggenommen, sie durch eine Maschine gelassen, verpackt, mit einem Etikett versehen und mir wieder zurückgegeben, nachdem ich ihnen mein Erspartes dafür zugesteckt hatte. Und jetzt laufe ich herum mit meinen Träumen in Plastiktüten mit Etikett. Ich sehe sie mir an und stelle sie ins Büchergestell. Neben Kafka und Nietzsche und die Bücher mit den Gedichten von den Indianern. Später werde ich sie umtäuschen, meine Träume in Plastiktüten mit Etikett, ich werde dafür andere Tüten kriegen und andere Etiketten und später werden sie sagen: Was aus seinen Träumen geworden ist. Sie werden es sagen und sie werden es ihren Kindern erzählen, damit sie einen guten Grund haben, um ihnen die Träume wegzunehmen, sie durch die Maschine zu lassen, in einen Plastiksack zu stecken und mit einem Etikett zu versehen. Und ich werde dann auch selber mitmachen. Bei dem, das aus meinen Träumen geworden ist. Verflucht.